Neues Einsatzfahrzeug für den Kreisbrandmeister vorgestellt
Hightech-Kommandowagen auf Basis eines Ford Explorer im Dienst des Landkreises Harz
Ilsenburg. Seit dem vergangenen Jahr verfügt der Landkreis Harz über ein neues, hochmodernes Einsatzfahrzeug für den Kreisbrandmeister. Der Kommandowagen basiert auf einem serienmäßigen Ford Explorer, wurde jedoch von Grund auf technisch für Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinsätze optimiert. Das Ergebnis: ein leistungsfähiges, vernetztes und umweltfreundliches Multifunktionsfahrzeug, das den Einsatzkräften des Landkreises völlig neue Möglichkeiten eröffnet.
Technisch anspruchsvoller Umbau
„Der Umbau war technisch anspruchsvoll, da das Plug-in-Hybrid-System wenig Freiraum ließ und zahlreiche Zusatzkomponenten integriert werden mussten“, erklärt Projektleiter Markus Holzhauer. Besonders herausfordernd war die Integration des Spezial Rammschutzbügels von Federal Signal – ein Bauteil, das neben seiner Schutzfunktion auch Hochleistungslautsprecher und weitere technische Komponenten aufnimmt.
Trotz der engen Platzverhältnisse ist es dem Team gelungen, sämtliche Anforderungen an Funktion, Sicherheit und Zulassung vollständig zu erfüllen.
Umweltfreundlich im Einsatz
Der Ford Explorer arbeitet mit einem modernen Plug-in-Hybrid-System und kann auf Kurzstrecken rein elektrisch betrieben werden. Dadurch ist ein nahezu CO₂-neutraler Einsatz möglich – ein wichtiger Beitrag für nachhaltigen Katastrophenschutz.
Die gesetzlich vorgeschriebene Farbgebung nach DIN sowie reflektierende Konturmarkierungen sorgen für maximale Sichtbarkeit im Straßenverkehr und erfüllen alle normativen Vorgaben für Einsatzfahrzeuge.
Kommunikationszentrale auf Rädern
Der neue Kommandowagen ist nicht nur ein Transportmittel – er ist eine vollwertige Einsatz- und Kommunikationsplattform.
Ausgestattet mit:
- TETRA- und GPS-Funkantennen
- WLAN-, LTE- und Satellitentelefonantennen
- einem leistungsstarken mobilen Internetrouter
- Tablet-Halterungen und zusätzlicher Einsatztechnik im Innenraum
- erweiterter Stromversorgung und redundanten Kommunikationswegen
Damit können nicht nur die Einsatzleitung, sondern auch andere Kräfte vor Ort mit Internet und Funkverbindungen versorgt werden.
Ein praktisches Detail: Öffnet sich die Kofferraumklappe, schalten sich automatisch Arbeitslichter ein, die den gesamten Heckbereich ausleuchten – ein Vorteil, der im hektischen Einsatzgeschehen wertvolle Zeit spart.
Sicherheit und Inklusion innovativ umgesetzt
Besonders hervorzuheben ist der Körperschall-Lautsprecher am Rammschutzbügel. Dieses aus den USA stammende System ermöglicht Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Einsatzsignale über Vibrationen wahrzunehmen – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Inklusion im Bevölkerungsschutz.
Ebenfalls integriert ist ein leistungsstarkes Bevölkerungswarnsystem mit Hochleistungslautsprechern. Bei nächtlichen Einsätzen sorgt die erweiterte Umfeldbeleuchtung für optimale Sicht – bis zu 50 Meter rund um das Fahrzeug. Der verbaute Leuchtbalken kann zudem rotes Licht abstrahlen, um den Standort der Einsatzleitung eindeutig zu markieren.
Durchdachtes Exterior-Design
Optisch setzt der Kommandowagen ebenfalls Akzente: Die auffällige Design112 Heckwarnmarkierung wurde exakt an die Fahrzeugform des Explorers angepasst. Des Weiteren macht den Wagen die reflektierende Spezialfolie schon von weitem als Führungsfahrzeug erkennbar.
„Der Aufwand war beträchtlich – von der technischen Integration bis hin zu den erforderlichen Genehmigungen. Aber das Ergebnis ist ein hochmodernes, vielseitiges Einsatzfahrzeug, das allen Anforderungen gerecht wird“, resümiert Projektleiter Holzhauer.
Fazit
Mit dem neuen Ford Explorer verfügt der Kreisbrandmeister des Landkreises Harz über ein Einsatzfahrzeug, das modernste Technologie, Umweltbewusstsein und hohe Praxistauglichkeit optimal miteinander verbindet. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie intelligente Fahrzeugtechnik den Bevölkerungsschutz nachhaltig stärken kann.











